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Nahaufnahme eines schwarzen Füllfederhalters, der auf einem offiziellen Dokument mit roter Fadenbindung liegt. Im Hintergrund unscharf ein Holzstempel und eine Richterklammer.

Ein Testament ist ein entscheidendes Dokument, das festlegt, wie das eigene Vermögen nach dem Tod verteilt werden soll. Dennoch nehmen nur rund 20-30 % der Deutschen die Zeit, ein Testament zu erstellen – ein Fehler, der zu Missverständnissen und Streit führen kann. Warum also sollte man ein Testament verfassen, und welche häufigen Fehler können dabei vermieden werden?

Warum ein Testament wichtig ist

Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge, die nicht immer dem entspricht, was sich der Verstorbene gewünscht hätte. Ein Testament stellt sicher, dass persönliche Wünsche umgesetzt und Konflikte unter den Hinterbliebenen minimiert werden. Gerade bei speziellen Wünschen oder wenn Sie bestimmte Personen explizit ausschließen möchten, ist ein Testament unverzichtbar.

Fehler 1: Das Testament im Schließfach aufbewahren

Viele denken, ein Schließfach sei der sicherste Ort für wertvolle Dokumente. Allerdings ist das für ein Testament problematisch, da nach dem Tod in der Regel niemand Zugriff auf das Schließfach hat. Wochen und Monate können vergehen, bevor das Testament entdeckt wird, wodurch ungewollte gesetzliche Erbfolgen eintreten können. Ein sicherer Weg ist es, das Testament beim Amtsgericht zu hinterlegen. Die Kosten sind überschaubar, und das Dokument wird automatisch zur Eröffnung gebracht.

Fehler 2: Formvorschriften ignorieren

Privat erstellte Testamente müssen vollständig handgeschrieben und unterschrieben sein, um gültig zu sein. Eine vergessene Unterschrift oder ein Tippfehler kann das gesamte Testament unwirksam machen. Besonders wichtig: Datum nicht vergessen! Haben Sie mehrere Testamente verfasst, hilft das Datum, das letzte und gültige Testament zu identifizieren.

Fehler 3: Keine Vorsorge für den Fall treffen, dass ein Erbe verstorben ist

Haben Sie Erben benannt, sollten Sie auch überlegen, was passieren soll, wenn ein Erbe vor Ihnen verstirbt. Wollen Sie einen Ersatzerben festlegen, oder sollen die übrigen Erben den Anteil erhalten? Diese und ähnliche Fragen können durch eine kurze Beratung geklärt werden.

 

Fehler 4: Die Vernachlässigung zusätzlicher Vollmachten

Neben einem Testament ist es ratsam, eine Vorsorgevollmacht zu erstellen. Wenn Menschen im Alter selbst nicht mehr handlungsfähig sind, könnte das Gericht eine gesetzliche Betreuung anordnen. Mit einer Vorsorgevollmacht vermeiden Sie dies und bestimmen eine vertraute Person, die im Ernstfall für Sie handeln kann.

Ein Testament und die damit verbundenen Dokumente sind mehr als nur rechtliche Formalitäten. Sie sind ein wertvoller Weg, den eigenen letzten Willen abzusichern und möglichen Streit unter den Erben zu vermeiden. Ein gut vorbereitetes Testament bietet nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch emotionalen Frieden für Ihre Liebsten

Gesetzliche Erbfolge: Vorgabe des Gesetzes, wer erbt, wenn kein wirksames Testament oder Erbvertrag vorliegt – nach Ordnungen (Kinder, Eltern, Großeltern etc.).

Amtsgericht: Örtliches Gericht, das unter anderem als Nachlassgericht für Testamentseröffnungen, Erbscheinverfahren und Nachlasssachen zuständig ist.

Eröffnung: Formeller Akt, bei dem das Nachlassgericht ein Testament oder ein Erbvertrag nach dem Tod des Erblassers öffentlich bekannt gibt.

Ersatzerben: Personen, die an die Stelle eines Erben treten, wenn dieser z. B. vorverstorben ist, das Erbe ausschlägt oder wegfällt.

Vorsorgevollmacht: Schriftliche Vollmacht, mit der eine Person eine andere beauftragt, im Fall der eigenen Geschäftsunfähigkeit rechtlich zu handeln.

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Zwei Personen sitzen an einem Tisch und führen ein Beratungsgespräch. Im Vordergrund liegt ein aufgeschlagener Vertrag oder ein juristisches Dokument. Eine der Personen trägt einen dunklen Anzug und hält einen Kugelschreiber in der Hand, als wolle sie etwas erklären oder zeigen. Die andere Person hat die Hände gefaltet. Links am Bildrand ist eine goldene Justitia-Waage sichtbar – Symbol für Recht und Gerechtigkeit.

Checkliste für ein sicheres Testament – Schritt für Schritt zum letzten Willen

Junges Paar sitzt gemeinsam auf einem Sofa in einem hellen Wohnzimmer und blickt konzentriert auf den Bildschirm eines Laptops. Die Frau hält einen Stift nachdenklich an die Lippen und hat ein Dokument in der Hand, während der Mann die Tastatur bedient. Im Hintergrund sind moderne Einrichtung und Tageslicht zu sehen. Die Szene vermittelt gemeinsames Planen oder Recherchieren, möglicherweise zu finanziellen oder organisatorischen Themen.

Warum ein passendes Testament in der Ehe unverzichtbar ist

Frau mit blondem Bob sitzt an einem runden Holztisch und arbeitet mit einem Stammbaum-Dokument. Vor ihr liegen ein weißer Laptop und mehrere geöffnete Fotoalben.

Wer erbt, wenn kein Testament vorliegt?

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