

Vortrag in Bad Ems
EINBLICKE IN DIE
ERBENERMITTLUNG
Vor kurzem hatten mein Sohn Malte und ich die Gelegenheit, in Bad Ems über unser Fachgebiet, die Erbenermittlung, zu referieren. Der Abend war Teil einer Vortragsreihe und bot eine inspirierende Mischung aus Fachvorträgen und persönlichem Austausch. Wir nutzten die Gelegenheit, um den Teilnehmern nicht nur unsere Firma, sondern auch die oft sehr komplexen und faszinierenden Seiten der Erbenermittlung näherzubringen.
Einblick in unsere Arbeit als Erbenermittler
Erbenermittlung wird nötig, wenn ein Mensch verstirbt und keine eindeutigen Erben bekannt sind. Unsere Aufgabe ist es, weltweit nach den rechtmäßigen Erben zu suchen – eine Herausforderung, die umfangreiche historische Recherchen und die Kenntnis internationaler Vorschriften erfordert. Mit unserem Team aus 30 Mitarbeitern, darunter Historiker, Juristen und erfahrene Ermittler, sind wir darauf spezialisiert, Erben auch in entfernteren Generationen zu finden und ihre Ansprüche abzusichern.
Ein großer Teil unserer Arbeit umfasst Fälle, bei denen Erben aus Osteuropa oder sogar Übersee gesucht werden. Unsere Erbenermittlungen führen uns oft in Regionen, die durch die Kriegs- und Vertreibungsgeschichte des 20. Jahrhunderts geprägt sind. So stammen viele heutige Erben von Menschen ab, die in Gebieten wie Schlesien, Pommern oder dem Sudetenland lebten und nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden. In solchen Fällen arbeiten wir eng mit lokalen Archiven und Fachleuten zusammen und nutzen historische Datenbanken, um Familienstammbäume zu rekonstruieren.
Internationale Ermittlung und Herausforderungen
Erbenermittlung endet jedoch nicht an Landesgrenzen. Oft führt uns die Spur in Länder wie die USA, Kanada, Australien oder andere entfernte Regionen. In diesen Fällen helfen uns moderne Technologien und soziale Netzwerke wie Facebook oder LinkedIn, Erben ausfindig zu machen. Doch digitale Recherchen reichen nicht immer aus. Unsere Mitarbeiter reisen regelmäßig zu Auslandsvertretungen und Notaren, um Erben bei der Anerkennung ihrer Ansprüche zu unterstützen und wichtige Dokumente zu sichern.
Ein Beispiel, das wir in Bad Ems teilten, ist ein Fall in Indien, bei dem unsere Mitarbeiterin eine Erbengemeinschaft von rund 30 Personen begleitet hat, die Anspruch auf ein Vermögen von etwa zwei Millionen Euro hatten. Solche internationalen Erbenermittlungen sind nicht nur komplex, sondern bieten auch interessante Einblicke in die unterschiedlichsten kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Das Erbe im digitalen Zeitalter
Unsere Arbeit ist ein spannender Mix aus moderner Technologie und tiefem historischen Wissen. Große genealogische Datenbanken wie MyHeritage oder FamilySearch erleichtern uns die Arbeit enorm. Doch trotz aller Technik bleibt der Umgang mit alten Schriften und Urkunden eine grundlegende Voraussetzung, um alle rechtlichen Anforderungen zu erfüllen.
Unsere Zeit in Bad Ems war für uns eine wertvolle Möglichkeit, unsere Leidenschaft für die Erbenermittlung zu teilen und aufzuzeigen, wie wir durch engagierte Recherche den letzten Willen Verstorbener respektieren und Erben ihre rechtmäßigen Ansprüche sichern.


