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Zwei Frauen sitzen nebeneinander und betrachten gemeinsam ein Fotoalbum mit alten Schwarz-Weiß-Bildern. Die Aufnahme zeigt die Szene aus leicht erhöhter Perspektive über ihre Schultern. Eine der Frauen blättert durch die Seiten, während die andere aufmerksam zuschaut. Die Stimmung wirkt ruhig, vertraut und nostalgisch.

Die Suche nach Erben oder lange verschollenen Verwandten kann eine interessante Aufgabe sein – sei es zur Klärung eines Erbfalls oder aus persönlicher Neugier. Doch ab wann wird es sinnvoll, eine spezialisierte Erbenermittlungsfirma einzuschalten? Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, wie Sie erste Nachforschungen selbst anstellen können und wann sich der Einsatz eines Erbenermittlungsexperten lohnt.

Erste Schritte in der Erbenermittlung: Was Sie selbst tun können

Offline-Suche: Archive und Standesämter
Für die Suche nach Erben benötigen Sie wichtige Urkunden, die die Abstammung und eventuelle Namensänderungen dokumentieren. Besonders bei älteren Urkunden, die oft nur in Archiven oder Standesämtern vorliegen, können diese Dokumente mühsam zu beschaffen sein. Hier einige Quellen, die Ihnen helfen können:

  • Standesämter und Archive: Dort finden sich Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden, die sich bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Hier müssen Sie jedoch nachweisen, dass ein rechtliches Interesse besteht, da solche Dokumente nicht allgemein zugänglich sind.

  • Alte Telefonbücher und Ortsverzeichnisse: Diese Quellen können helfen, den letzten bekannten Wohnort der gesuchten Person zu finden und herauszufinden, welches Amt die Urkunden führt.

Beispiel
Ein Großvater, der 1912 geboren und 1980 verstorben ist, könnte im Standesamt des Wohnortes eine Geburts- und Sterbeurkunde hinterlassen haben. Mit dem richtigen Hinweis lässt sich dort eine beglaubigte Kopie beantragen.

Online-Suche: Genealogische Datenbanken nutzen

In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zahlreiche genealogische Plattformen hervorgebracht, die historische Dokumente und Verwandtschaftsbeziehungen online zugänglich machen. Millionen Menschen nutzen Ahnenforschungstools, und Plattformen wie Archion oder MyHeritage speichern heute viele der notwendigen Daten.

 

Beispiel
Über eine Plattform wie MyHeritage lässt sich die digitale Kopie einer Urkunde aus dem Jahr 1912 finden. Zwar ist diese Kopie für ein Erbscheinverfahren noch nicht ausreichend, doch sie liefert Hinweise, wo Sie das Originaldokument anfordern können.

Wann eine Erbenermittlungsfirma sinnvoll ist und was diese genau leistet

Erbenermittlungsfirmen sind auf die Suche nach Erben spezialisiert und bieten weit mehr als nur Ahnenforschung. Bei komplexeren Fällen oder rechtlichen Anforderungen bringen professionelle Erbenermittler erhebliche Vorteile mit:

1

Zugang zu exklusiven Datenbanken und Netzwerken
Erbenermittler nutzen spezielle genealogische und internationale Datenbanken, die Laien meist nicht zur Verfügung stehen. Sie greifen auf umfangreiche Archive zu und kooperieren mit Partnern weltweit, um auch bei international verzweigten Familien die richtigen Informationen zu finden.

2

Rechtskonforme Dokumentation und Beglaubigungen
Für ein Erbscheinverfahren sind beglaubigte Kopien von Urkunden notwendig. Erbenermittler wissen genau, wie und wo sie die notwendigen Originaldokumente und amtlich beglaubigten Kopien beschaffen, damit das Erbe rechtlich einwandfrei übergeht.

3

Schnelligkeit und Effizienz durch professionelle Erfahrung
Erbenermittler haben Erfahrung mit komplexen Erbschaften und wissen genau, welche Behörden kontaktiert werden müssen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Ämtern, Archiven und Standesämtern beschleunigen sie die Beschaffung der benötigten Urkunden und vermeiden Verzögerungen.

4

Expertise im internationalen Erbfall
Bei internationalen Erbfällen, in denen Erben in mehreren Ländern verteilt sind, ist die Expertise eines Erbenermittlers oft unverzichtbar. Erbenermittlungsfirmen arbeiten mit lokalen Behörden und nutzen ihre Netzwerke, um Erben auch in Ländern mit schwierigen Zugangsregelungen zu finden.

Beispiel
In einem Fall, in dem die Erben eines Verstorbenen über mehrere Kontinente verteilt sind, kümmert sich die Erbenermittlungsfirma um die gesamte Koordination mit den Behörden und Notaren in den verschiedenen Ländern. Dies beschleunigt die Abwicklung und sichert, dass die Erbansprüche überall rechtlich anerkannt werden.

Selbst suchen oder Erbenermittler einschalten?

Die eigenständige Suche nach Erben ist möglich, erfordert jedoch Geduld und Zeit. Professionelle Erbenermittler bieten durch ihre Erfahrung, den Zugang zu exklusiven Ressourcen und ihr internationales Netzwerk eine umfassende Unterstützung – besonders bei komplexeren Erbschaften oder international verteilten Erben.

Rechtliches Interesse: Ein berechtigtes, nachvollziehbares Interesse an einer rechtlichen Angelegenheit – z. B. bei der Einsicht in Nachlassakten oder der Beantragung eines Erbscheins.

Ortsverzeichnis: Listen oder Register historischer oder aktueller Ortsnamen, oft mit Informationen zu Verwaltungszugehörigkeit oder Namensänderungen. Sie helfen bei der Lokalisierung von Herkunftsorten Verstorbener.

Genealogische Plattformen: Online-Dienste, auf denen Nutzer familiengeschichtliche Daten erfassen, verwalten und recherchieren können – oft mit Zugriff auf historische Dokumente, Stammbäume oder Nutzerprofile.

Erbscheinverfahren: Ein gerichtliches Verfahren, bei dem das Nachlassgericht prüft, wer erbberechtigt ist. Am Ende steht die Ausstellung eines Erbscheins, der gegenüber Banken, Behörden oder Grundbuchämtern als Nachweis der Erbenstellung dient.

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